Agnes Witte

Agnes Witte

Texte für alltägliche und besondere Anlässe

Das Foto von Antje Perner und Dana Romhild ist der Seite www.antjeperner.de entliehen. Dort gibt es noch mehr davon.

Die L-Frage, Pro und Contra

Barbie-Hersteller Mattel wird sehr ärgerlich, wenn Barbie lesbische Ambitionen unterstellt werden. Deshalb wurde der argentinische Film „Barbie wird auch traurig“ eigens von einem Festival verbannt.

Die Foto-Designerinnen Antje Perner und Dana Romhild haben wenigstens schon festgestellt, dass Barbie sehr, sehr böse sein kann. Arne Löffel hat in der Frankfurter Rundschau einen Artikel dazu geschrieben. (na ja, erste Schritte)

Georgia aus Ally McBeal findet es noch schlimmer, wenn sie als Barbie bezeichnet als wenn sie für eine Lesbe gehalten wird. (das Problem hat mit Georgia zu tun, nicht mit Barbie)

Holländerinnen scheinen entspannter zu sein. Sie haben mit „Lesbobarbie“ eine ganz außergewöhnliche interaktive Anziehpuppe ins Netz gestellt und die Frage damit eindeutig entschieden.

Etwas Licht in die Angelegenheit bringt möglicherweise der Beitrag von Jen „I’d do her“ Gardner „Barbie Not a Lesbian, but Her Girlfriend is a Total Dyke“ (eigentlich ist nur die Überschrift gut!)

Das Buch zum Thema: Barbie’s Queer Accessories von Erica Rand, hier der Klappentext:

Have you ever dressed Barbie in Ken’s clothes or let her sleep with Skipper? If so, consider yourself an accessory to the crime of liberating Barbie from her conformist, straight world. Describing herself as a dyke cultural critic and political activist, university teacher Rand examines how consumer interactions with Barbie affect and reflect their political, social, and gender identities. She contrasts owners‘ recollections of what they thought about and did to their Barbies with the conventional characteristics and socially approved uses promoted by the doll’s corporate manufacturer, Mattel. Speaking from an alternative viewpoint, Rand shows how adult reinterpretations and subversions of white, blond, straight Barbie (for additional examples see Lucinda Ebersole and Pichard Peabody’s Mondo Barbie, St. Martin’s Pr., 1993) become forms of resistance to disempowering and discriminatory cultural messages. Recommended for academic libraries and scholars of popular cultural and gay or women’s studies.?Carol A. McAllister, Swem Lib., Coll. of William and Mary.

(Williamsburg, Va., Copyright 1995 Reed Business Information, Inc., Duke University Press)

Das Buch gibt es bei Amazon/US für etwa 16 US-Dollar, ich hab’s nicht gelesen.<